"Das ist nicht mein Weg"

Der Stainzer Bürgermeister hat noch keinen einzigen Flüchtling aufgenommen. Gespräch mit einem Unwilligen


Interview: Lukas Matzinger
Steiermark | aus FALTER 37/15 vom 09.09.2015

Stainz ist eine nette Gemeinde. Die Vorbereitungen aufs Schilcherfest laufen, überraschend viele Frauen tragen Tracht. Seit der Gemeindezusammenlegung zum Jahreswechsel ist Stainz von 2500 auf 8500 Einwohner gewachsen. Um die 1,5-Prozent-Quote an Asylwerbern zu erfüllen, die der Bund vorsieht, müssten in Stainz also 128 Flüchtlinge Platz finden. Aufgenommen haben die Stainzer bislang keinen einzigen. Stainz ist damit die größte Gemeinde der Steiermark ohne Flüchtlinge. Bürgermeister Walter Eichmann (ÖVP) hat dem Falter erzählt, warum das so ist.

Falter: Stainz ist eine der größten Gemeinden Österreichs, die keine Flüchtlinge aufgenommen haben. Ist Ihnen das unangenehm?

Eichmann: Es ist mir momentan nicht unangenehm. Wir sind ja auch erst seit 1.1.2015 so groß.

Wie stehen eigentlich die Stainzer zur Aufnahme von Flüchtlingen?

Eichmann: Zwiespältig. Manche sagen, man sollte etwas tun. Viele haben auch Angst. Aber soweit ich weiß, gibt es jetzt schon zwei Familien, die Flüchtlinge

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