Kommentar ORF

Der Würgegriff der Politik: die unsichtbare Hand und die Stopp-Hand

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Vor 60 Jahren flimmerte in Österreich die erste Fernsehsendung über die Röhrenbildschirme. 60 -das ist kein Superjubiläum, aber für den ORF ist es Grund genug, sich selbst zu feiern. Anfang dieser Woche präsentierte er sein Programm. In der Leistungsschau mit dem englischen Titel "Great Moments"-Show wird der österreichische Rundfunk auf seine großen Augenblicke zurückblicken.

Spannender wäre es, zu zeigen, was hinter den Kulissen läuft. Denn auch dort gibt es interessante Geschichten zu sehen. So wie jenen Fall, den der Falter beleuchtet (S. 25). Unterlagen legen den Verdacht nahe, dass der ORF Mitarbeiter an eine Leiharbeitsfirma ausgelagert hat und diese dann als Scheinselbständige für ihn tätig waren. Die Mitarbeiter behaupten, der ORF würde sie nun in schlechtere Verträge drängen wollen - was der ORF entschieden dementiert. Im Kern der Affäre geht es darum, wie der gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk der Republik seine Mitarbeiter behandelt. Aber es


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