Einsatz erhöht

Der Übernahmepoker um die Casinos Austria wird jetzt so richtig kompliziert. Spielt der Finanzminister mit?

Politik | Text: Josef Redl | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

In Gumpoldskirchen haben sie sich schon die Hände gerieben. In dem kleinen Weinort zwischen Baden und Mödling im Süden Wiens hat der weltweit tätige Glücksspielkonzern Novomatic sein Hauptquartier. Vor wenigen Wochen hat Novomatic-Gründer Johann Graf von Gumpoldskirchen aus einen Überraschungscoup gelandet. Innerhalb kürzester Zeit sicherte er sich Kaufoptionen auf Aktienpakete, die sein Unternehmen zum Mehrheitsgesellschafter der Casinos Austria AG machen würden.

Heimlich, still und leise hatte sich Graf mit dem Mühlenkonzern Leipnik Lundenburger Invest (LLI) und der Versicherungsgruppe UNIQA arrangiert. Gemeinsam halten UNIQA und LLI (noch) knapp 60 Prozent - und damit die bestimmende Mehrheit -an einer Medial Beteiligungs GesmbH, die wiederum 38,29 Prozent an den Casinos Austria hält.

Und genau in dieser Medial Beteiligungs GesmbH hat Graf nun überraschend Gesellschaft bekommen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass auch ein weiterer Gesellschafter seine Anteile verkauft, und


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