Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Da wacht man auf und findet sich auf den Titelblättern von Zeitungen als der Mann wieder, der absichtlich ein Flugzeug abstürzen ließ und 150 Menschen mit in den Tod riss. So passiert nach der Germanwings-Katastrophe. Das Bild des Pechvogels, der zufällig denselben Namen hat wie der Copilot des Flugzeuges, wurde von einer Bildagentur aus den sozialen Netzwerken gefischt und von Kronen Zeitung und Österreich unverpixelt abgedruckt. Die Krone entschuldigte sich immerhin für den Fehler.

Es war nicht das erste Mal. 2010 bebilderten Krone, Kurier, Österreich und Heute einen Artikel über eine ermordete Prostituierte mit dem falschen Foto. Auch hier wurde das Bild vom Facebook-Account einer Frau desselben Namens ungeprüft gedruckt. Jetzt wurde Österreich wegen des falschen Piloten zu 7500 Euro Geldstrafe verurteilt. Bei Strafen, die man beinahe aus der Portokassa zahlen kann, werden Österreich und Co kaum sorgfältiger mit unseren Bildern im Netz umgehen.


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