Kolumne Außenpolitik

Geben wir Wladimir Putins Syrien-Plänen eine Chance


Raimund Löw

Falter & Meinung, FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Jahrelang hat Russland den syrischen Diktator Assad diskret bewaffnet. Parallel hat Moskau im Uno-Sicherheitsrat lautstark ein internationales Vorgehen im Syrien-Konflikt blockiert. Seit einigen Wochen ist es umgekehrt: Russische Soldaten errichten im syrischen Latakia einen Luftwaffenstützpunkt. Die Arbeiten sind für westliche Spionagesatelliten deutlich erkennbar. Außenminister Lawrow propagiert die Aufrüstung des syrischen Regimes als effizienten Weg gegen die Dschihadisten des Islamischen Staates. Gleichzeitig suchen Russlands Diplomaten in New York nach Wegen, die internationalen Vermittlungsbemühungen wieder in Gang zu bringen.

Hinter dem russischen Vorstoß steht ein doppeltes Scheitern. Unerschütterlich hat Wladimir Putin in den vier Jahren des syrischen Bürgerkrieges an Bashar al-Assad festgehalten. Syrien ist Russlands wichtigster Verbündeter in der arabischen Welt. Russlands Marine unterhält im Hafen von Tartus den einzigen Stützpunkt im Mittelmeer. Hinter dem Arabischen

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