"Meinst du mich?"

Bei FREI.Spiel schenken Freiwillige benachteiligten Kindern Zeit

Stadtleben | Besuch: Sibylle Hamann | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Activity" ist ein großartiges Spiel. Da muss man einen Begriff darstellen, ohne zu reden, mit Händen und Füßen und was einem sonst noch grade zur Verfügung steht. "Activity" ist lustig. Man lernt, einander genau zu beobachten, sich in Gedankengänge anderer hineinzuversetzen. Vor allem aber lernt man Worte. Wer ein kompliziertes, aus mehreren Teilen zusammengesetztes Wort erst einmal körperlich dargestellt hat, wird es wohl nie wieder vergessen.

"Activity" wäre also ein ideales Spiel für Kinder, die noch keinen großen deutschen Wortschatz haben, für Kinder aus bildungsfernen Familien, mit Eltern mit wenig Zeit. Das Problem ist bloß: Genau diese Kinder kennen es in der Regel nicht. Und haben niemanden, der es mit ihnen spielt.

"Manche Kinder spielen nicht, weil sie gar nicht wissen, wie das geht", sagt Dorith Salvarani-Drill. "Doch wenn man erst einmal da ist und ihnen zur Verfügung steht, saugen sie jedes bisschen an Ideen und Interesse auf, das sie kriegen können." Salvarani-Drill


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