Opium und Morphium statt Schnaps und Nikotin: Das zweite Wanda-Album "Bussi" ist die düstere Zwillingsschwester des Erfolgsdebüts "Amore"

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Am 17. Oktober letzten Jahres lagen sich die fünf Wanda-Boys vor dem Chelsea nassgeschwitzt und euphorisiert in den Armen. Sie hatten das bereits laufende Projekt Welteroberung mit dem Präsentationskonzert zu ihrem Debüt "Amore" gerade auch offiziell eröffnet. Alle Anwesenden wussten: Es war das letzte Mal, dass man diese Band in so kleinem Rahmen erleben konnte.

Ein halbes Jahr später spielten Wanda im ausverkauften Gasometer, Ende Juni begeisterten sie als einer der Headliner beim Donauinselfest. Eine Unmenge an Konzerten hatte die Band zu diesem Zeitpunkt auch schon im Ausland bekannt gemacht. Das beim kleinen Indielabel Problembär erschienene Album verkaufte sich zehntausendfach, und die Strizzi-Rocker mit dem Vorstadtschmäh avancierten zur heißesten Aktie der deutschsprachigen Popwelt.

Keine zwölf Monate nach dem Abend im Chelsea folgt am 2. Oktober das zweite Wanda-Album "Bussi". Bei Vertigo, womit Marco Wanda und seine Gang nun Labelkollegen von Lana Del Rey und Tocotronic


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige