Die Haus-der-Geschichte-Debatte: Was war, was kommt

Politik | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Eine überraschende Entscheidung und der Aufschrei Ende 2014 verkündet Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ), das "Haus der Geschichte" solle in der Neuen Burg am Heldenplatz einziehen. Museumspolitiker kritisieren die Entscheidung, Unterstützer für die derzeit dort ausgestellte Alte-Musikinstrumente-Sammlung formieren sich.

Eine unorthodoxe Idee Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) schlägt Ende Juli vor, statt eines "Hauses der Geschichte", das in frei gewordene Räume des Kunsthistorischen Museums in der Neuen Burg einzieht, doch lieber gleich ein "Haus der Zukunft" am Heldenplatz neu zu bauen.

Den Heldenplatz neu denken? Der Architekt Gerhard Steixner von der TU Wien plädiert im Falter für einen Museumsneubau und eine Öffnung des Heldenplatzes zum Ring. Barbara Tóth schlägt in der gleichen Ausgabe in ihrem Kommentar einen neuen Namen für den Platz vor: "Forum der Republik". Matthias Dusini hat zuvor für das Künstlerhaus und einen Sponsor Haselsteiner plädiert.

Wie wäre es mit einem Museumsneubau? Wiens ehemaliger Planungsstadtrat Rudi Schicker, jetzt Klubobmann der SPÖ, argumentierte daraufhin für einen Neubau, aber gegen einen Neubau auf dem Heldenplatz. Er nahm als Privatmann Stellung, nicht in seiner Funktion.

Oliver Rathkolb, renommierter Zeitgeschichtler und Vorsitzender des internationalen wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Geschichte Österreichs, plädierte für ein Museum in der Hofburg, wie er selber es vorbereitet.

In dieser Ausgabe seziert Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste, die Debatte - und hat einen überraschenden Vorschlag für einen Museumsstandort, nicht in der Hofburg, aber ganz in der Nähe.


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