Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Yes we can. Nicht nur die Flüchtlingsfrage muss die EU verändern


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Es war die erste Aktion des neugewählten britischen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn (Labour sind die britischen Sozialdemokraten). Zwei Stunden nach seiner in diesem Ausmaß überraschenden Wahl (er erhielt 59,9 Prozent, der nächstfolgende Kandidat 19 Prozent) besuchte er eine Demonstration zur Unterstützung von Flüchtlingsrechten. Dass er dort herzhaft und ungeniert in das Lied von der Roten Fahne einstimmte, passt zu seiner Persönlichkeit. Er sang textsicher.

Nun kann man Jeremy Corbyn, den verschrobenen Hinterbänkler, der Dutzende Male gegen seine Parteilinie stimmte, den das Parteiestablishment nur als chancenlosen Zählkandidaten im Wettbewerb um den Parteichef aufstellte, für einen irregeleiteten, weltfremden Gutmenschen halten.

Angeblich grinsen die Tories um David Cameron schon breit. So einer wird nie Premierminister. Angeblich machen ihn Corbyns Ziele - vom humanitären Einsatz für Flüchtlinge bis zur Verstaatlichung der Eisenbahnen und der Abschaffung der Sparpolitik

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