Auf der Suche nach dem perfekten Ton

Der Londoner Sänger Kwabs lotet aus, wie viel Soul die heutige Popmusik verträgt

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Schon als Kind erkannte Kwabena Sarkodee Adjepong, dass Singen sein primäres Ausdrucksmittel ist. "Wenn Reden nicht geholfen hat, habe ich gesungen", erinnert er sich. "Oft ging es dabei gar nicht um Kommunikation mit anderen. Singen war und ist für mich ein Selbstgespräch, um mit mir und den Dingen, die mich beschäftigen, zurechtzukommen."

Heute ist Kwabs, wie er sich kurz nennt, 25 Jahre alt und mit seinem Debütalbum "Love + War" die große Soulhoffnung der britischen Popmusik. Sein Gesang kommt an, beim Interview in einem Wiener Designhotel ist der Londoner mit ghanaischen Vorfahren aber aufs Sprechen angewiesen.

Kwabs wirkt sehr ernsthaft. Und er will verstanden werden. Manche Sätze beginnt er drei Mal, bis er mit der Wortwahl zufrieden ist. Was wie Unsicherheit wirkt, dürfte zum Teil auch Perfektionsdrang sein.

Er ist mit dem Gefühl aufgewachsen, besonders hart arbeiten zu müssen, damit er im Leben etwas erreicht. "Die ersten elf Jahre habe ich bei meiner biologischen Mutter


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