Heiß umfehdet, sanft beschlossen

Der Fahrplan für das Haus der Geschichte ist so straff, dass Experten zweifeln

Politik | Zwischenbilanz: Barbara Tóth | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Es gab keine Frage, auf die Kunstminister Josef Ostermayer (SPÖ) bei der Präsentation der Pläne für das Haus der Geschichte vergangenen Mittwoch in der Österreichischen Nationalbibliothek nicht vorbereitet war. Der Minister hatte die 96 Seiten starke Unterlage mit den gesammelten Ideen, einem ersten Konzept und einem weiteren Umsetzungsfahrplan für das Millionenvorhaben nicht nur gelesen, sondern auch verinnerlicht. Das umstrittene Geschichtsmuseum ist sein Herzensprojekt, das ist spürbar.

Nur einmal zögerte Ostermayer kurz. Wie es denn heißen werde, das neue Museum in der Hofburg am Heldenplatz, das 2018, pünktlich zu den 100-Jahr-Feiern der Republiksgründung, eröffnet werden soll? "Also", hob Ostermayer bescheiden an, "mir würde 'Haus der Republik' sehr gut gefallen." Aber natürlich sollten das am Ende andere entscheiden, man wolle ja nicht den Eindruck erwecken, die Politik baue sich ihr eigenes Museum.

Nur keine neuen Debattentore öffnen, das war Ostermayers Motto. Das


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