Ungleichheit Was kann getan werden?

Armutsbekämpfung erfordert unangenehme Maßnahmen, den Bruch mit politischen Dogmen - und sie kostet Geld

Politik | Essay: Anthony B. Atkinson | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Steigende Einkommensungleichheit wurde von US-Präsident Barack Obama als die "prägende Herausforderung unserer Zeit" bezeichnet. Der Papst hat dazu aufgerufen, Vermögensumverteilungen im Sinne einer vermehrten Großzügigkeit zu initiieren. IWF-Direktorin Christine Lagarde meinte, wirtschaftliche Ungleichheit gefährde die Stabilität der Weltwirtschaft. Was man konkret dagegen tun soll, hat keiner von ihnen gesagt. Immer wieder wird zu gerechterem Wachstum aufgerufen, doch wie erreicht man es?

Wir fühlen uns dem Untergang nahe, es herrscht das Gefühl, es könne ohnedies kaum etwas getan werden, um Ungleichheit zu reduzieren. Ich erzähle eine optimistischere Geschichte. Das derzeitige Maß an Ungleichheit ist nicht unumgänglich. Wenn wir Ungleichheit reduzieren wollen, dann gibt es Schritte, die wir setzen können. Diese sind nicht notwendigerweise einfach, sie sind auch mit Kosten verbunden. Und wir müssten uns von wirtschaftlichen und politischen Dogmen verabschieden.

Mit der gesteigerten


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