Gelesen Bücher, kurz besprochen

Dagegen sein ist nicht genug


Barbara Tóth

Politik, FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Als das Wutbürgertum im Jahr 2011 in Österreich erstmals richtig viral wurde, dachte sich der Politikberater und Politologe Thomas Hofer, dem müsse man etwas entgegenhalten. Herausgekommen ist, vier Jahre später, ein Sammelband, in dem Hofer eine ausgesuchte Autorenschaft unter dem Motto "Dagegen sein ist nicht genug" versammelt.

Nicht rein zufällig sind darunter auch vier Persönlichkeiten, die als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahlen (medial zumindest) gehandelt werden: Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), Rechnungshofpräsident Josef Moser (ehemals FPÖ, jetzt parteilos) und die Juristin Irmgard Griss (parteilos).

Unterschiedlicher könnten deren Beiträge nicht sein. Der überzeugte Sozialpartner Hundstorfer liefert ein flott geschriebenes Loblied auf den politischen Kompromiss ab. Er sei "der politische Lastesel der Demokratie" und sei nach wie vor die beste Antwort aufs Wutbürgertum. Pröll plädiert dafür,

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