Hinterholz 8 - oder die Häuslbauer in der Burg

Wofür ein Geschichtshaus? Auch das neue Ideenpapier gibt keine Antwort

Politik | Kommentar: Eva Blimlinger | aus FALTER 38/15 vom 16.09.2015

Die neuerliche Diskussion um ein Haus der Geschichte steht unter der politischen Prämisse "Claudia Schmied raus, Josef Ostermayer rein". Es mag ja nachvollziehbar sein, dass der Bundesminister angesichts der Finanzkrise des Burgtheaters nicht gut auf seine Genossin zu sprechen war, aber deswegen alles mir nichts, dir nichts zu beseitigen, was in ihrer Zeit als Ministerin an Vorhaben geplant war, ist kleinlich. Da wurde ohne Not und letztlich ohne Begründung der genehmigte Umbau und die Neukonzeption des Weltmuseums infrage gestellt und nur mehr von einer "Redimensionierung des Weltmuseums" gesprochen.

Das Redimensionieren hat schon mit Elisabeth Gehrer und Wilfried Seipel begonnen. Das Völkerkundemuseum (heute Weltmuseum) wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Theatermuseum 2001 in den Museumsverbund des Kunsthistorischen Museums eingegliedert. Die viel beschworenen Synergieeffekte bestanden aber vor allem darin, dass das Minus im KHM, welches Seipel zu verantworten hatte, durch dieses


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