"Weil Leute für Qualität zahlen"

Marten Blankesteijn mischt mit dem Medienvertrieb Blendle den deutschsprachigen Markt auf. Rettet er die Zeitung?

Medien | Gespräch: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015


Foto: Mark Horn, blendle

Foto: Mark Horn, blendle

Am Anfang war das Ärgernis. Der junge Journalist Marten Blankesteijn schrieb Artikel um Artikel, aber seine Freunde lasen keine Zeitung mehr. Was nicht online war, war für sie nicht existent. Blankesteijn begann zu grübeln: Wie kann man junge Leser wieder an Zeitungen heranführen? Wie kann Print überleben? Seine Antwort hieß „Blendle“. Er gründete die neue Medienvertriebsplattform vor zwei Jahren.

Blankesteijn, 28 Jahre, beschreibt Blendle als „iTunes für Journalismus“. Wie die Musikplattform iTunes neben Alben auch einzelne Songs anbietet, kann man auf Blendle neben ganzen Zeitungsausgaben auch für einzelne Artikel bezahlen. Wie sich das auf den Medienmarkt auswirkt, lässt sich noch nicht erahnen. Erst seit kurzem ist Blendle auf dem deutschen Markt präsent und bietet die wichtigsten Produkte an. Nun soll Österreich folgen.


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