Berufung: Hoamatland

Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner steht vor einem Wahlsieg. Und denkt schon an die Zeit nach Josef Pühringer

Politik | Bericht: Simon Seher | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Funktionäre in Lederhosen und weißen Poloshirts verteilen herzförmige blaue Luftballons, "Heimatliebe"-Schals und kleine Stoffhunde, die ein Halsband mit der Aufschrift "Mandi" tragen. Sie meinen ihn. FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner. Der gibt sich siegessicher. Bei Freibier und Frankfurter Würsteln jubeln die Anhänger der FPÖ, wenn Haimbuchner über Völkerwanderungen, Gutmenschen und die gescheiterte EU spricht.

Es ist das übliche Repertoire eines wahlkämpfenden Freiheitlichen. Die "grünen Hetzer" lacht er aus, die SPÖ beschreibt er als unfähig, die ÖVP sei "durch die Bünde fremdgesteuert". Für eigene Inhalte bleibt da kaum noch Raum. Wozu auch? Der politische Rundumschlag ist ohnehin das probateste Mittel der FPÖ.

Einer bleibt davon ausgespart: Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP). Dafür gibt es gute Gründe. Die Landesvaterfigur Pühringer erfreut sich in Oberösterreich breiter Beliebtheit, in fast allen Wählerschichten. Kritik an ihm sehen viele - auch potenzielle FPÖ-Wähler


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