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Perfide Grausamkeiten auf mehr als 1000 Seiten

Lexikon | SF | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Natalie Reinegger tritt mit 21 ihre erste Stelle als Behindertenbetreuerin in einem Heim für betreutes Wohnen an. Sie selbst hat eine schwierige Jugend hinter sich, litt bis vor ein paar Jahren an Epilepsie und hat eine Zeit lang in einer Sekte verbracht. Mit ihrer Schrägheit ist sie die perfekte Heldin und Erzählerin für einen Roman von Clemens J. Setz. Mit "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" legt der Ausnahmeautor aus Graz seinen ersten 1000-Seiter vor. Setz baut bedächtig eine unheimliche Dreieckskonstellation auf, die einem Psycho-Thriller entsprungen sein könnte. Nur dass es bei ihm nicht um grelle Effekte und Blutvergießen geht, sondern um subtile, aber umso perfidere Grausamkeiten, um Manipulation und seelischen Sadismus. Er stellt das Buch bei einer Lesung und im Gespräch mit Angelika Reitzer vor.

Alte Schmiede, Do 19.00


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