Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Mach's für die Hälfte! Die Neos zeigen, wie man richtig inseriert

Politik | Josef Redl | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Man kann sagen, was man will: Die Neos bleiben sich treu. Ein Beweis gefällig? "Die österreichische Medienpolitik erschöpft sich heute weitgehend in der Sicherung der politischen Einflusssphäre. Durch die willkürliche, direkte Förderung einzelner Titel mit Inseratengeldern wird jede Form der vergleichsweise mickrigen Presseförderung konterkariert", schrieb Neos-Abgeordneter Niko Alm im Oktober des Vorjahres in einem Gastbeitrag für den Verband Österreichischer Zeitungen. Wie man dem Vorwurf der "willkürlichen, direkten Förderung einzelner Titel mit Inseratengeldern" entgeht, wurde vergangene Woche bekannt.

Die Neos haben im Rahmen des Wahlkampfs ein eigenes Inseratensystem entwickelt. Und das sieht so aus: Die NEOS zahlen vorab nur etwa die Hälfte des Inseratenpreises. Der Rest wird gestaffelt je nach Wahlerfolg ausgezahlt. Also zum Beispiel 70 Prozent bei über sieben Prozent für die Neos, 80 Prozent bei über acht Prozent - und so weiter. Einige Medien haben sich darauf sogar eingelassen. Die Neos bestreiten, sich damit willfährige Berichterstattung sichern zu wollen. Wahrscheinlich soll die "willkürliche, direkte Förderung einzelner Titel" nur ein wenig eingedämmt werden.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige