Männer, traut euch an den Herd

Ist es klug, dass Väter 1000 Euro Bonus kriegen, wenn sie länger in Karenz gehen?

Reportage: Georg Renöckl | Stadtleben | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Acht Wochen Powerwickeln" nennt die deutsche Journalistin Barbara Streidl die zweimonatige Väterkarenz in ihrer Streitschrift "Lasst Väter Vater sein". Dass diese selten die Mindestdauer von zwei Monaten übersteigt, findet auch die österreichische Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) verbesserungswürdig.

Deshalb will sie das Kindergeld reformieren und einen "Partnerschaftsbonus" von 1000 Euro für Eltern einführen. Er soll ausgezahlt werden, wenn der Vater mindestens 40 Prozent der bezahlten Karenzzeit übernimmt. Davon sind Österreichs Eltern in der Realität meist weit entfernt. Die abzüglich des väterlichen "Assistenzeinsatzes" verbleibenden Monate bis zum Kindergartenbeginn mit meistens drei Jahren muss im Regelfall nach wie vor die Mutter managen. Er arbeitet Vollzeit, sie, wenn überhaupt, halbtags. War schon immer so, ist noch immer so.

Ziel der nun geplanten, gerecht zwischen beiden Eltern geteilten 1000 Euro Herdprämie für Väter ist, dass Männer länger beim Kind

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