Gelesen Bücher, kurz besprochen

Ein heimliches Wahlprogramm

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Natürlich ist dieses Buch eine Wahlempfehlung. Oder zumindest eine Kandidatenempfehlung. Kaum ein Leser wird Alexander Van der Bellens Buch "Die Kunst der Freiheit" nicht mit Blick auf die anstehenden Bundespräsidentenwahlen im Frühjahr 2016 lesen.

Noch halten sich alle potenziellen Bewerber (Bewerberinnen gibt es nach dem Tod der Parlamentspräsidentin Barbara Prammer ja nicht) zurück. Auch Van der Bellen. Aber seine gemeinsam mit Bernhard Ecker verfasste politische Biografie zeigt schon einmal, was für eine außergewöhnlich geeignete Persönlichkeit er für dieses Amt wäre.

Das beginnt schon damit, dass Van der Bellen im ersten, sinnigerweise mit "Eigenheiten" betitelten autobiografischen Kapitel von seiner ganz und gar großeuropäischen Familiengeschichte erzählt. Die Van der Bellens stammen aus Russland bzw. aus dem späteren Estland und Holland. "Migration und der hohe Stellenwert des akademischen und intellektuellen Lebens" spielten in ihrem Leben immer schon eine große Rolle.


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