Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Liebesmöbel

Kolumnen | Heidi List | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Es gibt ja nicht nur die Liebesschaukel, die aussieht, als hätten Kinder mehrere Hundehalsbänder ineinandergewurschtelt. Auch eine Tanzstange ist ein Liebesmöbel. Besuchern, die sich beim Wohnungsrundgang daran die Nase einhauen, erzählt man, das wäre zum Turnen für die Kinder.

The Broncho ist ein Sitzmöbel, das einem die Chance auf nicht aufgeschürfte Knie lässt. Der Position Master spreizt einem mit Latexfesseln die Beine auseinander, beliebteste Farbe dafür angeblich Pink, weiß der Geier oder Barbie, wieso. Mit lädierten Bandscheiben besorgt man sich die Cupids Couch, auf der wellenförmig und schonend empfangen werden kann.

Der Inflatable Fetisch Fantasy Bondage Chair kann das, wie er heißt. Den Incredible Sex Stool gäbe es auch gratis bei der MA 48, es ist ein Sessel mit ohne was zum Drauf-Sitzen.

Und der Fetisch Fantasy Love Lounger kann dann alles, der vibriert, hat eingebaute Dildos, ist rutschig und aufblasbar. Besucher, die auf ihn stoßen, sollte man dann aber auch explizit für seine Nutzung eingeladen haben, mangels anderweitigen Interpretationsspielraums für das Teil.


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