Am Apparat Telefonkolumne

Warum ist die AUF sauer auf Rapid, Herr Klinglmüller?

Politik | Interview: Simon Seher | aus FALTER 39/15 vom 23.09.2015

Am Rande des Europa-League-Spiels Rapid gegen Villarreal kam es zu einem Zwischenfall, der die freiheitliche Polizeigewerkschaft (AUF) verärgerte. Sie wollte mit einem Auto Polizisten versorgen, wurde aber von Rapid vom Platz verwiesen. Wir haben beim Kommunikationschef von Rapid, Peter Klinglmüller, nachgefragt.

Warum haben Sie den AUF-Versorgungswagen vom Stadiongelände verwiesen?

Jedes Fahrzeug, das widerrechtlich im Sicherheitsbereich steht, verweisen wir. Es hat nichts damit zu tun, dass es ein AUF-Fahrzeug war.

Es steckt also kein politisches Ressentiment dahinter?

Nein. Wir versuchen uns als Sportklub von jeglicher Parteipolitik fernzuhalten. Natürlich haben wir auch gesellschaftliche Verpflichtungen, aber Parteipolitik wollen wir draußen halten, das ist auch Konsens mit unseren Mitgliedern. In diesem konkreten Fall ist ein Fahrzeug wo gestanden, wo es nicht stehen darf. Wir hätten, zu Recht, von der Polizei eine auf den Deckel bekommen, wenn wir nichts dagegen unternommen hätten.

Die AUF hat auf Facebook geschrieben, dass sie mit der Austria noch nie solche Probleme hatt e.

Ich kenne die Gegebenheiten beim Austria-Stadion nicht. Beim ErnstHappel-Stadion ist de facto seit der Europameisterschaft 2008 ein Sicherheitsring eingezogen. Darin dürfen keine Fahrzeuge stehen, die keine Einsatzfahrzeuge sind. Die Polizisten können gerne verköstigt werden, es gibt rund um das Stadion genügend Parkplätze dafür.

Gab es schon öft er Probleme mit falsch geparkten AUF-Fahrzeugen?

Das war mindestens das zweite Mal. Wir haben das damals auch klar gesagt. Fernab jeglicher Ressentiments müssen wir uns an die Vorschriften halten. Das wäre auch bei allen anderen widerrechtlich abgestellten Fahrzeugen im Sicherheitsring so.


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