Ausländerfrei, Anti-Antifa und Berufsschwuchtel

Auf der Wahlliste der Wiener FPÖ finden sich auch einige rechte Extremisten an wählbarer Stelle

Politik | Kurzporträts: Nina Horaczek | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Es war zur Geisterstunde, als Nikolaus Amhof im Wiener Rathaus erstmals das Wort ergriff. Schuld an der Umweltverschmutzung seien Ausländer, erklärte der junge FPÖ-Politiker, der 1996 zum ersten Mal in den Wiener Landtag gewählt worden war. Denn für Migranten müsse Grünraum in Wohnraum umgewandelt werden, auch der bedenkliche Zustand der Pkw von Ausländern verschmutze die Umwelt. In die Parks könnten die einheimischen Kinder nicht flüchten, "wegen des Terrors von türkischen und ex-jugoslawischen Jugendbanden". 2001 musste er nach FPÖ-Wahlverlusten das Rathaus wieder verlassen.

Fast 15 Jahre danach könnte es zu einem Déjà-vu kommen. Denn Amhof hat gute Chancen, bei der Gemeinderatswahl am 11. Oktober ein Mandat zu erlangen. Schon 1996 kämpfte Amhof als Jungspund gegen eine "drohende Überflutung durch Ausländer". 1998 lud er mit dem damaligen FPÖ-Jugendsprecher Heinz-Christian Strache zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Ausländer: Flut ohne Ende" ins Kolpinghaus des neunten


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