Beulencouch und Spaßplastik

Ein Fest für Newcomer: Die Kunstmesse Parallel Vienna wurde auch heuer wieder von tausenden Besuchern gestürmt

Feuilleton | Reportage: Nicole Scheyerer | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Wie viele Kunststudenten und Jungkünstler mag es wohl in Wien geben? Bei der Eröffnung der alternativen Kunstmesse Parallel Vienna letzte Woche schien der gesamte künstlerische Nachwuchs der Stadt auf den Beinen, um sich in der Alten Post in der Dominikanerbastei die Arbeiten von 400 Auserwählten zu Gemüte zu führen.

Die Veranstalter waren mit mehr als 4500 Facebook-Anmeldungen vorgewarnt. Angesichts des enormen Ansturms wollte die recht rüde Security schon um 22 Uhr nicht einmal mehr die lucky few reinlassen, die Ausstellungsmacher Stefan Bidner aus den wartenden Trauben zu fischen versuchte. Alte Hasen wie Secessions-Präsident Herwig Kempinger schlüpften durch den Hintereingang hinein.

"Wir kümmern uns um die Jungen, für die in Wien viel zu wenig passiert", erklärte Bidner am Nachmittag einer Handvoll Journalisten und schickte sie auf die Laufwege des ehemaligen Postleruniversums. Heruntergekommene Büros und Sitzungsräume auf drei Stockwerken, insgesamt 7000 Quadratmeter,


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