Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán in Wien

Politik | Nina Brnada | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Es dauert, bis Viktor Orbán den Raum betritt. Dutzende Journalisten aus halb Europa warten hier in der ehemaligen ungarischen Hofkanzlei und heutigen Botschaft auf Orbáns Auftritt. Die Errichtung des Grenzzaunes zu Serbien hat dem autokratischen Ministerpräsidenten Ungarns viel Aufmerksamkeit der internationalen Presse beschert, die er und seine Mitarbeiter nun ein wenig zelebrieren.

Bevor Orbán hereinschreitet, muss die Flagge noch richtig fallen. Männer in Anzügen huschen um die Fahne herum, zupfen daran.

Den Raum betritt ein etwas breitbeinig schreitender, stets ein wenig verdutzt dreinblickender Viktor Orbán. Gerade von Österreich seien Nazi-Vergleiche anlässlich der Flüchtlingskrise fehl am Platz, sagt er. Ungarns Polizei habe die Flüchtlinge an der Grenze mit Wasserwerfern lediglich "begossen". Und ja, er hätte auch gerne Vertreter der FPÖ getroffen. Aber seine Partner in Wien hätten ihn gebeten, es nicht zu tun.


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