Zurück zu den Wurzeln

Zu Semesterbeginn vermisst der Falter die Universitäten der Stadt. Dieses Mal die Universität für Bodenkultur Wien, wo familiär an der Natur der Dinge gearbeitet wird


Tutorium: Lukas Matzinger
Stadtleben | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Das kleine Landmädel, der coole Hipster, der dreadgelockte Stadtöko. 60 aufgeregte junge Menschen bittet die strenge Professorin in den Hörsaal. „Ist die Prüfung schwer?“ Alle drei Meter nimmt einer Platz. Nebst Wasser, Kugelschreiber, Schummelzettel. „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Allgemeine Mikrobiologie steht heute an. Soll eineinhalb Stunden dauern. „Von 48 Punkten braucht man 28.“

Ende September ist Prüfungszeit. Weshalb im Stundentakt andere einander nervös überprüfende und betont grün gekleidete Studenten die Aulen der Universität für Bodenkultur in der Muthgasse besetzen. Und zwischen abgegriffenen Wänden an vielbenützten Tischen in oft entliehenen Büchern blättern. Die Boku Wien sieht ziemlich alt aus.

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