Wieder gelesen

Bücher, entstaubt

Politik | FK | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Die Dritte Republik zum Nachlesen

Wer in den 90er-Jahren politisiert wurde, der erlebt dieser Tage ein Déjà-vu. Die Gesellschaft ist angesichts von Flüchtlingsströmen polarisiert, die Freiheitlichen verdoppeln ihre Stimmen, die sogenannten "Altparteien" sehen plötzlich sehr klein aus. Alles schon einmal da gewesen.

Wer nachlesen will, wie die FPÖ seinerzeit agierte und polarisierte und vor allem aus welchen Milieus sich die blauen Funktionäre rekrutieren, dem seien die FPÖ-Erklärbücher von einst empfohlen. In "Haiders Kampf","Haiders Schatten über Europa" und "Strache: Im braunen Sumpf" schildert Hans-Hening Scharsach beharrlich die Verbindungen der FPÖ in die Szenen der Rechtsradikalen und europäischen Rechtspopulisten. Christa Zöchlings 1999 erschienene Biografie über Jörg Haider ("Haider") erzählt auch, wie der ehemalige FPÖ-Chef seine Vision der "Dritten Republik" erarbeitete. Wer verstehen will, wie Heinz-Christian Strache heute seine Wähler rekrutiert, dem sei das Buch "Blausprech: Wie die FPÖ ihre Wähler fängt" von Falter-Redakteur Benedikt Narodoslawsky empfohlen. Falter-Chefreporterin Nina Horaczek wiederum legte 2009 gemeinsam mit der ORF-Journalistin Claudia Reiterer die umfassende Biografie des FPÖ-Chefs vor ("HC Strache: Sein Aufstieg, seine Hintermänner, seine Feinde").


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