Neue Platten

Pop

Feuilleton | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Peaches: Rub

Mit einer Mischung aus Punk, Elektro, Hip-Hop und Feminismus in knallpinken Hot Pants zählte die kanadische Gender-Troublemakerin zu den spannendsten Popfiguren der 2000er-Jahre. Einziges Problem: So wirklich konnte die Musik nur auf dem Debüt "The Teaches of Peaches" aus dem Jahr 2000 mit ihrer Coolness Schritt halten. Nach sechsjähriger Veröffentlichungspause überrascht Peaches jetzt aber mit dem zweitbesten Album ihrer Karriere: düster, reduziert, intensiv und natürlich sehr explizit. (I U She) GS

Pop

Martin Klein: Das Leben hat's doch gut mit uns ...

"Drei Stunden. Der Martl, ein Flügel und das Studio. Das war's." Martin Klein ist kein Mann großer Manifeste, aber was der heimische Songwriter singt, hat Gewicht. Und ist gleichzeitig von traumwandlerischer Leichtigkeit. Zwei Jahre nach dem Elektro-Werk "Tracks for My Keyboard" erhebt er mit dem Song-Album "Das Leben hat's doch gut mit uns gemeint" wieder seine Stimme. Klein singt über barfuß spielende Kinder und darüber, dass alles fließt. Das ist schön, sehr schön. (Traumton) SF

Live: RKH Café, 8.10., 20 Uhr

Lokal

Gesangskapelle Hermann: mei goaddnzweag &i

Klassisch-schön tönt dieser Mundart-Chor aus der Wiener Hermanngasse. Doch halt, was singt er denn da? "auf wos soiddma denn woaddn /hawedeare schrewagoaddn", heißt es in Richtung provinzielle Borniertheit, "niagends kunnd mas hean /wonn de windd den dam enddlean /so is a mei schoas im nezz /de freindd de gfoiz se homd a hezz /es is nua schod das man ned riachd / wonna duach des welan griachd" über sozialmedialen Exhibitionismus. So geht es acht gewitzte Stücke lang dahin. Hat was! (Eigenverlag) GS


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