Theater Kritik

Antiklimax: von den Nazis über 9/11 bis Generation X

Lexikon | Theresa Gindlstrasser | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Durch einen Geburtskanal geht das Publikum mit rosaroten Luftballons. Nach zwei in der begehbaren Installation verbrachten Stunden sollen sie zum Platzen gebracht werden. Zum Finale von "Objects in Mirror are closer than they appear" von Raffaela Schöbitz (Regie: Rieke Süßkow) ist die Narration gar arg aufgeblasen. Es geht um den Nationalsozialismus, 9/11, Reproduktionsmedizin, Feminismus und Generation X. Anfangen tut es als konzentrierte Verschneidung von Text und Sound. Ein ungeborener Zukunftsmensch, eine tote Oma, eine verlorene Mutter und ein verlorener Sohn wandeln in fein gearbeiteten Dialogszenen zwischen den Zeiten und suchen nach dem Grund, den das Heute für das Morgen haben könnte. Wichtig: warme Jacke und Ausdauer.

F23 Zusammenbau, Fr, Sa, Do 19.30


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