New Order mit alten Sounds: Dance-Music für Menschen, die nicht mehr tanzen

Feuilleton | Musikkritik: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Nach dem Tod von Ian Curtis standen die verbliebenen Mitglieder der britischen Band Joy Division 1980 vor der Frage, wie es weitergehen soll. Bernard Sumner erinnert sich in seiner Autobiografie an eine Nacht in einem New Yorker Club, als sich die Band gerade in New Order umbenannt hatte. Er dachte sich, wie großartig es wäre, elektronische Tanzmusik zu machen, die in einem solchen Club laufen würde. Nach dem Motto: "I Feel Love" statt "Love Will Tear Us Apart".

Die Übung gelang. Anfang und Mitte der 1980er waren New Order mit Songs wie "Blue Monday" oder "True Faith" und einer bittersüßen Mischung aus hedonistischen Sounds und melancholischen Stimmungen auf den Dancefloors der Welt zu Hause. 30 Jahre danach versucht die Band, die seit 2007 ohne ihren Bassisten und Party-Bären Peter Hook auskommen muss, mit "Music Complete" an diese Zeiten anzuknüpfen.

Das ist nur logisch, sind New Order doch auf ihrem letzten regulären Album "Waiting for the Siren's Call" 2005 knietief im Midtempo-Rock


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