Immer dopt das Murmeltier

An Österreichs Langläufern klebt der Dopingvorwurf. Im Zentrum: Trainer Heigl

Stadtleben | Recherche: Johann Skocek | aus FALTER 40/15 vom 30.09.2015

Die Geschichte des ÖSV-Cheftrainers Gerald Heigl (36) beginnt in der Skiakademie in Schladming. Er war kein großer, aber ein fanatischer Langläufer. Für seine Passion unterbrach er die Schule. Doch als es für eine Karriere im Spitzensport nicht reichte, kehrte er zurück und machte die Matura nach. Das Langlaufen ließ ihn trotzdem nie los, und so begann er später, große Langläufer zu betreuen.

Wer die immer wiederkehrenden Dopingaffären im Österreichischen Skiverband verstehen will, sollte nicht nur einen Blick auf Heigls Biografie werfen, sondern auch auf jene Menschen, die er in den letzten 15 Jahren professionell begleitet hat. Es ist eine Chronologie, die stutzig macht.

Angefangen hat Heigl Anfang des Jahrtausends als Servicemann und Vertrauter von Michail Botwinow. Der Russe hatte sich einige Jahre zuvor mit seinem Verband überworfen und war nach Österreich ausgewandert.

2002 gewann Botwinow bei den Winterspielen von Salt Lake City über 30 km die Silbermedaille. Doch eine


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