Theater Kritiken

Shakespeares Romeo als Quetschn-Poet

Lexikon | Veronika Krenn | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Nur sehr rudimentär an William Shakespeares "Romeo und Julia" angelehnt, inszeniert Christian Suchy in "Bluad, Roz und Wossa" sein fünfköpfiges Ensemble mit gepflegter Einfalt. Aus zwei verfeindeten Sippen wird eine inzestuös verstrickte Familie. Romeo (Raphael Nicholas) ist bereits von Rosalinde, einer Mafiosobraut im Hauskleid (Julia Schranz), okkupiert. Zärtlich fuchtelt sie mit ihrer Pistole herum, als sie ihm ihre Liebe gesteht. Romeo ergibt sich, mangels Alternative, und wird bald Vater. Einem "Beruhigungs"-Gebräu aus Pater Lorenz' Küche (Jens Claßen) fällt zuerst das Kind zum Opfer statt Rosalindes Nebenbuhlerin Julia (Elisabeth Veit). Nach allerhand Brachialhumorigem und lustigen Gstanzln ermordet Rosalinde Romeo. Das Giftfläschchen reicht dann für beide Frauen. Ein halblustiger musikalischer Schwank.

Tag, Fr, Sa, Di 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige