Der Bilbao-Effekt oder: Weniger ist mehr

Das Haus der Geschichte muss mehr vermitteln als Demokratiegeschichte

Politik | KOMMENTAR: THOMAS WINKELBAUER | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

In der kürzlich präsentierten "Umsetzungsstrategie für das Haus der Geschichte Österreich" (das Genitiv-s ist im Zuge der Beratungen des Wissenschaftlichen Beirats verlorengegangen) wird diese neue "wissenschaftliche Einrichtung des Bundes" im einleitenden "Mission Statement" als "Museum" angesprochen, das "die Geschichte Österreichs ab der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Zeit von 1918 bis in die Gegenwart einem möglichst breiten Publikum in ihrem europäischen und internationalen Kontext" vermittelt.

Es gibt gute Gründe dafür, die museale Darstellung der neueren österreichischen Geschichte mit der Revolution von 1848/49, "Neoabsolutismus" und "Gründerzeit" beginnen zu lassen. Andererseits handelt es sich dabei um eine mehr oder weniger willkürliche Entscheidung, denn man könnte auch für zum Teil deutlich frühere Wendezeiten und Schlüsselereignisse plädieren. So hat beispielsweise Ernst Hanisch in seiner "Österreichischen Gesellschaftsgeschichte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige