Auf leisen Tönen Liebe spielen

Der Virtuose und der Menschenverbinder: Ohne den Knopfharmonikaspieler Walther Soyka wäre die Wiener Musik nie geworden, was sie heute ist


Porträt: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Bei seiner ersten Aufnahme war Walther Soyka sechs Monate alt. Seine Schwestern sangen ein Weihnachtslied und er summte die Melodie nach. "Imitation", sagt Soyka heute, "ist meine Grundkonstante. Es gibt Menschen, die machen etwas Schönes noch schöner und etwas Gutes besser. So einer bin ich auch."

Walther Soyka, 50, ist in den letzten Jahrzehnten eine Integrationsfigur der Wiener Musikszene geworden, für sein Label Non Food Factory produzierte er schon für viele der heute bekannten Musiker die ersten Platten.

Von 1983 bis 2003 war er Mitglied von Roland Neuwirths Extremschrammeln, danach machte er sich selbstständig. Mittlerweile spielt er mit Ernst Molden und Willi Resetarits in unterschiedlichen Formatinen und hat selbst über ein Dutzend Musikprojekte mitbegründet, etwa das Duo mit dem Zitherspieler Karl Stirner. Die beiden haben gerade ihr neues Album "Tanz Zwei" veröffentlicht.

Soykas musikalische Spielwiese ist die alte Wiener Volksmusik des 19. Jahrhunderts. Er gräbt alte Handschriften

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