Theater Kritiken

Die Gemälde erzählen: Theater im Museum

Lexikon | SS | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Der Pianist Marino Formenti sitzt in der Gemäldegalerie vor Lorenzo Lottos "Bildnis eines Jünglings" am Flügel und spielt. Unter dem Klavier liegen Matratzen, auf die man sich legen kann. In einem anderen Raum spielen die Bläser der Gruppe Federspiel zur Hirschjagd auf (toll!), und zwischen Gemälden der Italienischen Schule ist der Tänzer Emmanuel Obeya ein Ertrinkender, ein "refugee with no identity". Im Stationentheater "Ganymed Dreaming"(Regie: Jacqueline Kornmüller) gehen die Zuschauer durchs Museum, in jedem Saal ist ein anderes Stück. Vor fünf Jahren gab es das zum ersten Mal, aktuell sind vor allem Musik-und Tanzstücke zu den Gemälden entstanden. Zusammen ergibt das einen atmosphärisch schönen Abend.

Kunsthistorisches Museum, Sa 19.00


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