Neue Bücher Humor, hilfreich

Feuilleton | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Eine Autobiografie, die ihre Verplaudertheit im Titel trägt und nur bis zur Gründung von Monty Python 1969 reicht: Dear me! Aber wir sprechen von John Cleese. Und es ist nicht nur die globale Zuneigung, die einen bei der Stange hält, das Buch ist tatsächlich lustig -etwa wenn er seinen allerersten Auftritt als Hitler beschreibt.

Ebenso viel wie über die Person Cleese - er hat seine Unschuld erst mit 25 verloren - ist über die Praxis der Comedy zu erfahren. Nach welchem Wagnis großer Humor verlangt, beschreibt er in einer Szene mit seiner Mutter: Diese habe "den Kosmos als eine einzige riesige Sprengfalle" erlebt. Als sie ihm einmal minutiös schilderte, warum sie des Lebens überdrüssig sei, bot er ihr an, einen Killer zu engagieren. "'Oh Gott, ich bin zu weit gegangen', dachte ich. Und dann fing sie laut gackernd an zu lachen. Ich glaube, ich habe sie nie so sehr geliebt wie in diesem Moment." Das Buch ist nirgendwo schöner. DM

John Cleese: Wo war ich noch mal? Autobiografie. Deutsch


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