Pop-up-Kunst für Flüchtlinge

Das Wiener Festival Urbanize teilt sich ein Haus mit Flüchtlingen. Neben Kunst gibt es vor allem Kinderspielplätze

Feuilleton | REPORTAGE: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Links geht es zum Urbanize-Festival, rechts zur Flüchtlingsunterkunft. In der Marxergasse 1 in Wien-Landstraße treffen Künstlerinnen und Künstler auf Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.

Das Festival war schon fertig organisiert, da bekam die Urbanize-Leiterin Elke Rauth vor wenigen Wochen einen Anruf von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), der Besitzerin des Hauses, das als Festivalzentrale dienen sollte. Sie bräuchte das Quartier für Flüchtlinge. "Wir haben das begrüßt", sagt Rauth. "Wir hätten auch sofort das Feld geräumt, wenn es notwendig gewesen wäre, aber das Rote Kreuz war uns gegenüber sehr positiv eingestellt."

Für Rauth bekam das Festivalmotto "Do it together" eine ganz andere Bedeutung, man wollte helfen. Schnell war klar, dass in dem ungemütlichen Verwaltungsgebäude ein bisschen Wohnlichkeit hergestellt werden muss.

Ein Künstlerkollektiv machte es sich zur Aufgabe, Holzmöbel herzustellen: Sessel, Tische, Kommoden. Nach dem Festival kommen alle


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