Kolumne Außenpolitik

Ukraine nach dem Krieg: Der Kampf gegen die Oligarchen

Falter & Meinung | FRANZ KÖSSLER | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Zum ersten Mal seit Beginn der Kämpfe vor eineinhalb Jahren gibt es eine realistische Hoffnung, dass der Krieg im Osten der Ukraine zu Ende geht. Es gibt kaum noch Gefechte mit Toten und beide Seiten scheinen kompromissbereit zu sein. Das Ende der ukrainischen Krise ist das freilich noch lange nicht.

Eineinhalb Millionen Menschen sind in den Westen des Landes, nach Polen oder Russland geflüchtet. Die umkämpften Gebiete sind zerstört, die Flüchtlingslager nicht winterfest. Wenn demnächst die Kälte einbricht, wird der Flüchtlingsstrom in Richtung Westeuropa drängen.

Der ukrainische Staat wird durch die Macht der Oligarchen blockiert. Wenn man mit politisch engagierten Gesprächspartnern in Kiew diskutiert, herrscht die Meinung vor: Der militärische Druck hat nachgelassen, aber in der Bevölkerung wächst der Unmut über die Unfähigkeit der Regierung. Seit Putin seine geopolitische Bedeutung in Syrien demonstriert, sei die Unterstützung für die Separatisten zurückgegangen. Das


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige