Buch der Stunde

Die Kunst, ein Weißbier gut einzuschenken

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Die Kunstfigur Austrofred, eine Erfindung von Franz Adrian Wenzl, hat eine steile Entwicklung hinter sich. Als Freddy-Mercury-Verschnitt mit Austropop-Faible gab der Mann aus der oberösterreichischen Provinz anfangs den Möchtegern-Rockstar. Der blöde Ausgangsschmäh, Queen-Hits mit STS- und Fendrich-Texten zu versehen, hat sich als erstaunlich tragfähig erwiesen.

Und nicht nur das: Austrofred avancierte inzwischen auch zu einer Edelfeder ersten Ranges, wovon Bücher wie sein Briefwechsel mit Mozart ("Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben") oder der Abenteuerroman "Hard On" zeugen.

Weil so gewichtige Werke Anlauf benötigen, schiebt der selbsternannte Champion zwischendurch einen Sammelband ein. Zuletzt hat der vielseitige Künstler im Sommer übrigens ein Badetuch mit seinem Konterfei veröffentlicht, als zweiter heimischer Performer nach Hansi Hinterseer.

Als Freiberufler ist Austrofred eben auch ein Mann mit Geschäftssinn, der darauf schaut, dass regelmäßig etwas


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