Endlich ein Stundenplan

Für Flüchtlingskinder ist die Schule ein Anker. Für die Schule sind sie Bereicherung oder Belastung

Politik | BERICHT: SIBYLLE HAMANN, SIMON SEHER | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Amina und Belal sind zwischen sechs und 15 Jahre alt, Flüchtlinge, und leben jetzt in Österreich. Jedes Kind zwischen sechs und 15 muss in Österreich in die Schule gehen. Also gehen Amina und Belal jetzt in die Schule. Was in der Logik ein einfacher Dreisatz ist, schaut in Wirklichkeit sehr verschieden aus.

Wohnen Alina und Belal in einer Füchtlingsunterkunft im Mühlviertel, dann herrscht ein ziemliches Griss um sie. Neufelden etwa ist ein Ort im Bezirk Rohrbach. Hier gibt es eine Bio-Brauerei und eine Firma, die Geräteschuppen herstellt. Den Hauptplatz säumen Barockhäuschen, er ist neu gepflastert, ein alter Brunnen steht auch da. Sonst ist in Neufelden nicht viel. Zwei Drittel der Einwohner müssen zur Arbeit pendeln, seit den 1990er-Jahren leidet man unter Abwanderung.

Auch die Schule wäre vielleicht schon zu. Wären da nicht Kinder wie Amina und Belal.

69 Kinder besuchen derzeit die Neufeldener Volksschule, 26 davon sind Asylwerber. Sie kommen aus acht Staaten, haben neun verschiedene


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