Kommentar Landtagswahlen

Wie Flüchtlingspolitik in den Gemeinden die Wahlen prägt

Falter & Meinung | SIEGLINDE ROSENBERGER UND GILG SEEBER | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Die Kommentatoren waren sich nach der oberösterreichischen Landtagswahl einig: Das Asylthema sei für die Zugewinne der FPÖ verantwortlich gewesen. Um die Eruption zu veranschaulichen, wurde auf die Metapher des Erdbebens zurückgegriffen, so als ob das Wahlverhalten eine Naturkatastrophe und nicht das Ergebnis von Politik gewesen sei. Doch das ist ein Irrtum: Asyl und Flucht sind globale, aber eben auch lokale Themen.

Die Wähler fragen sich, wie die Politiker vor Ort die Probleme managen und anpacken. Das zeigt eine nähere Analyse der Wahlergebnisse in sogenannten Unterbringungs-, Protestund Unterstützungsgemeinden, die wir anhand der Wahlergebnisse seit 1997 unter Berücksichtigung der Parteienstärke erstellt haben.

In den 143 Unterbringungsgemeinden lag die FPÖ in 43 über und in 80 Gemeinden unter dem landesweiten Trend. Überdurchschnittlich profitiert haben hier eher die Grünen.

Anders in den Protestgemeinden, wo Bürgermeister, FPÖ und Bevölkerung Widerstand gegen ein Quartier


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