Ein Krankenhaus ruft um Hilfe

Die Ärzte des Lorenz-Böhler-Spitals warnen vor dem drohenden Kollaps

Politik | BERICHT: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 41/15 vom 07.10.2015

Die Diagnose klingt ernst, diesmal betrifft sie das eigene Krankenhaus: "Wir pfeifen aus den letzten Löchern." Das sagt ein Arzt im Lorenz-Böhler-Krankenhaus, wenn man ihn fragt, wie es der Belegschaft gerade gehe. "Die Patienten stürmen uns", sagt ein anderer, "wir brennen aus."

Das Unfallkrankenhaus in Wien-Brigittenau genießt internationales Renommee. Aber wenn es stimmt, was die Mediziner hinter vorgehaltener Hand erzählen, dann wird es dieses bald völlig verlieren. Schon heute hätten sie kaum noch Zeit für Patienten, weil es zu wenig Personal dafür gebe. Die Ausbildung von jungen Ärzten leide massiv, die Patientenversorgung werde nicht mehr voll gewährleistet. Manche Kontrollen könnten die Ärzte heute nicht mehr wahrnehmen, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet seien.

Überforderung ist im Lorenz-Böhler-Krankenhaus nichts Neues. Schon vor zwei Jahren brachten die Ärzte eine Überlastungsanzeige ein, sie richteten sie an die Unfallversicherung (AUVA), den Eigentümer


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