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Zweimal in Wien: US- DIY-Ikone Calvin Johnson

Lexikon | GS | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Sollte die "Biene Maja" je als englischsprachiges Musical auf die Bühne gebracht werden, wäre Calvin Johnson der perfekte Kandidat für die Rolle des faulen Willi - seinen Gesang zeichnet eine brummelig-einlullende Gelassenheit aus, die ihresgleichen sucht. Tatsächlich ist Johnson das Gegenteil eines faulen Willi: Der 1962 in Olympia, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Washington, geborene Musiker betreibt seit 1982 das DIY-Label K Records, eine der ersten Adressen für US-Untergrundmusik, die "Indie" auch heute noch als Haltung und nicht als Musikstil oder Lifestyle versteht. Im K-Katalog finden sich Frühwerke späterer Alternative-Stars wie Beck, Kimya Dawson und Modest Mouse, vor allem aber ewig unterschätzte Heldinnen und Helden wie The Make Up, Cadallaca, Adrian Orange und Mecca Normal. Und natürlich Johnsons eigene Bands wie Beat Happening, Halo Benders oder das Dub Narcotic Soundsystem sowie seine bislang drei Soloalben. Während seines Österreich-Kurzbesuchs gibt er gleich zwei Wien-Konzerte: am 14.10. spielt er um 19 Uhr im Plattenladen Substance in der Westbahnstraße, am 16.10. im mo.ë in der Thelemangasse; dazwischen gastiert Johnson am 15.10. im Künstlerhaus Graz.

Substance, 14.10.19.00, mo.ë, Fr 20.00


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