Dolm/der Woche Wertungsexzess

Paul Tesarek

Politik | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Um Moderator im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu werden, muss man informiert, schlagfertig, unabhängig und sympathisch sein. Der ORF ließ Paul Tesarek trotzdem die Wien-Wahl moderieren.

Schon bei der Elefantenrunde -der wichtigsten öffentlichen Veranstaltung vor der Wahl -glänzte der Chefredakteur von ORF Wien durch peinliche Aktionen. Neos-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger sprach er etwa als "Reinl-Reisinger" an. Über eine mögliche rot-blaue Koalition machte er einen Homoehe-Witz und begann während der Sendung mit Rot-Grün zu sympathisieren.

Am Wahlabend quatschte er schließlich den Spitzenkandidaten frech-dümmlich ins Wort. Höhepunkt des Abends: Er erklärte, seine Mutter finde den ÖVP-Spitzenkandidaten Juraczka sympathisch. Das war selbst dem Wahlverlierer Juraczka peinlich.


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