Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst Hält man hechelnd inne, formt sich vor einem das Bild des Chaos. Menschen stolpern über Umzugskartons, andere reiben sich laut fluchend das Schienbein. Desorientiert hetzen Kollegen durch die Gänge, betreten Büros und verlassen sie suchenden Blickes wieder. Verwirrte Schreie schallen durch die Redaktion. "DUSINI!?!?"

Falter & Meinung | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Schuld an allem ist der Umzug der Stadtleben-und Feuilletonredakteure (der Falter hat vergangene Woche exklusiv darüber berichtet). Jahrelang einstudierte Wege gelten nun nicht mehr. Will man Birgit Witt stock besuchen, schaut einen plötzlich der sich auf ihrem Drehsessel drehende Gerhard Stöger an. Die stille Stefanie Panzenböck ist über Nacht zum höllisch lachenden Lukas Matzinger geworden. Verdammt, wo steckt Matt hias Dusini

Das Schlimmste ist: Das Umsiedlungsprogramm des Falter geht weiter. Nina Horaczek räumt gerade ihr Büro, um in jenes von Barbara Tóth zu übersiedeln. Die ist wiederum zu Josef Redl gezogen, der vorübergehend in Florian Klenks Büro unterkam, weil der langersehnte Maler (der Falter hat öfter exklusiv berichtet) doch noch sein Zimmer ausmalte.

Sobald die Farbe trocken war, ist Neuankömmling Tóth ans Werk gegangen. Den Redl-Schreibtisch um 90 Grad gedreht, ihren eigenen gegenübergestellt, ein neues Kaffeetischlein in der Mitte platziert, ein Lämpchen hier, dort noch ein Accessoire. Mit wenigen Handgriffen ist aus dem Zweimannloch ein Salon geworden.

Es ist nichts mehr, wie es war. Es ist jetzt alles schöner. Es ist die Hölle.


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