Der Drachentöter

Max Schrems hat gegen Facebook einen Etappensieg errungen und die EU zu einer Gesetzesänderung gezwungen. Ein Gespräch über Facebooks illegale Tricks, irre Iren und die Gefahr der Massenüberwachung

INTERVIEW: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | Medien | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Max Schrems sieht müde aus, auch Tage des Triumphs können einen anstrengen. Vergangene Woche erschien das Gesicht des 28-jährigen Salzburgers auf den Titelseiten internationaler Zeitungen. Aufgrund seiner Klage hat der Europäische Gerichtshof ein folgenschweres Urteil gefällt: Die EU-Bestimmung „Safe Harbour“ gilt nicht mehr. Europäische Firmen dürfen nicht mehr so einfach Daten in die USA schicken, weil diese dort nicht sicher sind. Datenschützer verfielen in Jubel.

„Gratuliere, Max Schrems. Du hast die Welt zum Besseren verändert“, twitterte etwa Whistleblower Edward Snowden, der den Massenüberwachungsskandal des amerikanischen Geheimdiensts NSA aufdeckte.

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