Kunst Kritiken

Ein Kosmos aus Endlossound und Stoffbärchen

Lexikon | NS | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Eine Frage drängt sich in der Schau von Charlemagne Palestine unweigerlich auf: Welche Drogen hatte der Künstler intus, als seine Performances entstanden? In der Kunsthalle am Karlsplatz laufen Videos aus den 1970er-Jahren, bei denen er verworren mit seinem Teddybären schimpft oder sich mit indianischem Singsang in Trance wippt. Vor der Soundkulisse, die auch von vier bemalten Casio-Keyboards am Boden ausgeht, dominieren Stofftiere den Schauplatz visuell. Sie quellen nicht nur aus Koffern, von Wänden und Leinwänden, sondern überwuchern auch den Bösendorfer Flügel des 1947 geborenen Belgiers. Umgeben von seinen Viecherln wird der crazy Soundkünstler am 12. November um 20 Uhr noch ein Abschlusskonzert geben.

Kunsthalle Karlsplatz, bis 8.11.


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