Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Nussdorfer Straße: Ein Monat, und alles ist anders


LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Frau Hasewend, die auf Nr. 49 seit acht Jahren die eindrucksvoll formlose Konditorei Adamec betreibt, meint, die Nussdorfer Straße sei gar nicht so tot. Nur wenn man mit dem Auto vorbeirauscht, sehe man nicht, dass die Geschäfte hier auch nicht häufiger eingingen als anderswo.

Okay, mag sein, dennoch war die Nussdorfer bisher nicht gerade ein Ort der kulinarischen Heiterkeit, was sich innerhalb nur eines einzigen Monats aber radikal geändert zu haben schien. Vor zwei Wochen sperrte das Favvas Gourmet auf, ein hübsches Geschäft, das ein erstaunliches Sortiment an Produkten aus Italien, Spanien und vor allem Griechenland bietet. Herr Favvas kochte seit sieben Jahren in griechischen Restaurants in Wien, Tsatsiki, Tarama und die anderen Salate werden täglich frisch gemacht und sind großartig. Das Olivenöl vom Peloponnes presst sein Vater, es ist super, es gibt griechischen Wein, spanische Rohschinken, Edel-Honig in diversen Sorten und Mastix-Kaugummi.

Der original Mojito

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