Kunst Vernissagen

Kurios: poetisch bestückte Kästchenkunst

Lexikon | NS | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Er wurde als "einziger wahrer Surrealist Amerikas" tituliert: Aus Fundstücken kreierte der Autodidakt Joseph Cornell ab den 1930er-Jahren seine "Boxes", poetische Assemblagen in Holzkästchen, die er auch Hollywood-Starlets und Ballerinas widmete. Die Sehnsucht nach exotischen Orten spielt in dieser Kunst eine besondere Rolle und so titelt auch die jetzt im Kunsthistorischen Museum gezeigte Schau "Fernweh". Den US-Künstler (1903-1972) im Haus der alten Meister zu präsentieren, ergibt insofern Sinn, als seine Kuriositätenkabinette dort in Beziehung zur Kunstkammer gesetzt werden. Zu den 80 gezeigten Werken, die zwischen 1930 und 1970 entstanden sind, zählen neben den Boxes auch Collagen. Im Filmmuseum laufen am 11. und 12. November die Arbeiten, die Cornell aus Found Footage schnitt oder in Kooperationen entwickelte.

unsthistorisches Museum, Mo 18.00, bis 10.1.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige