Rums!!

Vor 150 Jahren kamen Max und Moritz auf die Welt und haben diese zum Schlechteren verändert. Was für ein Glück!

Feuilleton | STÄNDCHEN: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Ich schicke Ihnen nun hier die Geschichte von Max und Moritz, die ich zu Nutz und eigenem Plaisir auch gar schön in Farben gesetzt habe, mit der Bitte, das Ding recht freundlich in die Hand zu nehmen und hin und wieder ein wenig zu lächeln." Mit diesen Worten wendet sich Wilhelm Busch am 5. Februar 1865 an den Verleger Kaspar (auch: Caspar) Braun, für dessen Publikationen - die humoristische Wochenillustrierte Fliegende Blätter und den Münchener Bilderbogen - Busch zu Beginn der 1860er-Jahre über hundert Bildgeschichten und Illustrationen beigesteuert hatte.

Busch ist zu diesem Zeitpunkt 33 Jahre alt und frustriert. "Max und Moritz" hatte er bereits seinem Zeichner-Kollegen Ludwig Richter und dessen Sohn Heinrich angeboten, in deren Verlag davor vier "Bilderpossen" Buschs erschienen und stark unter den Verkaufserwartungen geblieben waren. Mit der "Bubengeschichte in sieben Streichen" nun wollten die Richters nichts zu tun haben.

Die Scharte in Buschs Selbstbewusstsein wird vorerst ausgewetzt:


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